Interview mit Jasmin von Souldance

Letzte Woche durfte ich die liebe Jasmin von Souldance interviewen, wir haben uns über die Themen Selbstliebe, Akzeptanz, Körperbewusstsein und vieles weitere unterhalten...

Falls Dich die Themen interessieren lese Dir sehr gerne unser Interview durch!

(Ich schreibe es leicht abgeändert in meinen Blog, wichtige Aussagen bleiben unverändert und die Message ist definitiv gleich, nur manches ist nicht Wort für Wort übertragen!)

Magst Du dich erstmal kurz vorstellen und erzählen was Du machst ?

Jasmin: Ich bin junge 29 Jahre alt, komme ursprünglich aus der Nähe von Heidelberg und bin erstmal nach dem Abi studieren gegangen. Danach habe ich ein Semester lang angefangen Spanisch mit Bildungswissenschaften zu studieren, hab aber dann sehr schnell festgestellt zum damaligen Zeitpunkt, dass die Studiengebühren doch recht hoch sind und es doch nicht ganz passt. Dann habe ich erstmal Internationales Personalmanagement mit Fachrichtung Personalentwicklung in Rheinland-Pfalz angefangen zu studieren, habe aber trotzdem in Baden-Württembrg gewohnt. Dann war ich 4 Jahre lang bei Mannheim und habe auch ein Auslandssemester in Spanien gemacht, da Spanisch meine absolute Leidenschaft ist.

Danach hatte ich mein Praxissemester und Bachelor gemacht und da ich nicht an der Uni bleiben konnte, habe ich mich dazu entschieden in die freie Wirtschaft zu gehen.

Habe mich in allen großen Städten beworben und am Ende in Frankfurt gelandet.

Dort habe ich erstmal als Recruiterin gearbeitet und dort für die Pharma-Branche recrutiert. Da Personalmanagement im Studium mein Hauptfach war, war das auch mein Ziel wo ich hin wollte. Nach zwei Jahren im Recruiting habe ich gemerkt, dass Personalentwicklung genau das ist, was ich machen möchte. Dadurch bin ich in die Automobil-Branche gekommen, allerdings war der Job dort nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Trotzdem habe ich es drei Jahre lang durchgezogen und dann entschieden noch einen Master zu machen in Wirtschaftspsychologie. Den Master habe ich neben meiner 40-Stunden-Woche gemacht, was relativ viel war. Zu dem Zeitpunkt habe ich auch meinen jetzigen Partner Martin kennengelernt ( mit Ihm kommt auch noch ein Interview zur Nachhaltigkeit online). Zwischenzeitlich war ich nach meinem Bachelor noch in Ghana und Chile und habe dort in Ghana an einer Schule gearbeitet und in Chile in einer Agentur in der Marktforschung. An der Schule hat mich besonders die Lebensfreude dort geprägt, als ich mit Waisenkindern zu tun hatte. Und dort gemerkt habe, wie glücklich wir uns in Deutschland schätzen können und wie dankbar wir sein können, für das was wir haben! Dort in Afrika habe ich aber auch viel häusliche Gewalt und Armut gesehen...das ist mir immer sehr aufgestoßen, weil auch ich das erlebt habe. Ich habe in früherer Kindheit Missbrauch erlebt und das hat mich quasi zu Souldance geführt. Ich bin heute Gründerin von Souldance, weil ich gemerkt habe, dass ich aus meiner Lebensgeschichte etwas gutes formen darf!

Ich habe es all die Zeit bisschen unterdrückt in all den Jahren, in denen ich so straight war und in dieser männlichen Energie war.... ich habe Gefühle, Intentionen und all die Dinge unterdrückt, so dass ich gut funktioniert habe und in das gesellschaftliche System gepasst habe. Ich habe sechs Jahre in der freien Wirtschaft gebraucht, um für mich festzustellen '' Nein Jasmin, dass möchtest Du so nicht! Du darfst Dir erlauben, Du selbst zu sein!''

Ich habe angefangen meine Geschichte und meinen Missbrauch aufzuarbeiten, so dass ich heute mit Liebe und einem gesunden Altruismus darauf blicken kann.

Es hat eben diese Zeit gebraucht und ich würde nicht sagen, dass ich das bereue, dass ich diese Erfahrungen in der Wirtschaft machen konnte. Denn das hat mich auch geprägt und stark gemacht.

Und jetzt bin ich Gründerin von Souldance! Souldance ist eine Dachmarke unter dem Aspekt '' Learn to speak the language of your Soul'' Lerne die Sprache deiner Seele zu sprechen! Das ist genau das was mein Leben widerspiegelt: ich musste auch erst wieder zu meiner Seele finden und lernen dass meine Seele tanzen darf. Ich musste lernen das ich ich sein darf und in diese Körperlichkeit gehen kann. Ich war vorher so ein Kopfmensch und habe in meiner eigenen Heilungsgeschichte gemerkt, dass ich sehr wohl in das Gefühl gehen darf und das ich heilen darf. Und durch dieses von Kopf zu Herz zu Intention und Bauch, ins Gefühle zulassen, dass ist auch die Geschichte die hinter Souldance steckt! das Frau wieder lernt raus aus der männlichen Energie zu kommen, raus aus dem funktionieren müssen, rein in die absolute Selbstliebe, Selbstannahme und zwar nicht nur im Kopf, sondern wirklich mit Herz, Hand und Fuß. Im Sinne von deinem Körper: Du darfst deinen Körper so annehmen wie Du bist! Du darfst ihn spüren! Du darfst Ihn fühlen! Du darfst Ihn berühren! Du darfst dich während dem Tanzen berühren und Du darfst Dich gut dabei fühlen! Das ist Souldance!

Aktuell kann man alles in einem Online-Programm absolvieren, ich plane aber auch noch Retreats zu machen dieses Jahr, wo man auch mal eine komplette Woche, da dieser Prozess einfach Zeit braucht. Besonders das Tanzen in der Gruppe hat nochmal ganz andere Energien.

Prinzipiell sind im Coaching auch immer nur Beispielvideos zu finden, wie der Seelentanz zu einem bestimmten Thema aussehen kann, aber meine Teilnehmer dürfen Ihn selbst kreieren. Diese Kreativität hilft dann auch selbst seine Potenziale wieder zu entdecken.

Dabei entsteht auch wieder die Entwicklung nicht gelebt zu werden, sondern aktiv zu leben!

Was ist die Vision hinter Souldance?

Die Vision hinter Souldance ist definitiv, dass ich viel mehr Frauen auf dieser Welt davon überzeugen kann, dass Sie gut sind so wie Sie sind. Das Frau gut genug ist, so wie Sie ist und das Sie sehr gerne auch mal verletzlich sein darf. Die Verbindung zu der Urkraft, zu Mutter Erde und das große ganze zu sehen, nicht nur mein eigenes Leben, sondern eben auch zu verstehen: Hey wir sind alle eins, wir sind alle in diesem Universum unterwegs, wir haben alle unsere Themen, wir haben alle unsere Rucksäcke.. das es dann nicht nur zu dieser Selbstliebe kommt, sondern auch zu dieser Selbstannahme auch von dem Gegenüber.. Im Sinne von: Ich sehe das Göttliche in Dir und ich nehme Dich so an wie Du bist. Ich liebe Dich so wie Du bist! Das ist meine Hoffnung hinter Souldance, das es ganz ganz viele Frauen in der Welt gibt, die genau diese Botschaften auch mit raus in die Welt tragen können. Das es immer mehr Frauen gibt die auch andere dazu motivieren können, dass Sie sich vor den Spiegel stellen Sich von oben bis unten anschauen und zu sagen: Ja, danke lieber Oberschenkel, dass Du so aussiehst wie du aussiehst und danke lieber Bauch das Du da bist.

Wie arbeitest Du allgemein immer mit deinen Kunden die zu Dir finden und wie hilfst du Ihnen diese neue Realität für sich zu erschaffen?

Es kommt darauf an...

In der Masterclass ist es etwas anders, weil da immer fünf Frauen aufeinander kommen..

Beim Einzelcoaching kann ich natürlich sehr aktiv und sehr detailliert mit der einzelnen Person arbeiten. Beim Coaching ist es so, dass ich erstmal eine Art Bedarfsanalyse mache und schauen muss was bewegt diejenige die da vor mir sitzt. Was für Fälle aus ihrem Leben bringt Sie mit, die bei Ihr zur Unsicherheit führen, im Bezug auf das Denken und das Handeln. Wenn ich das erstmal erfasst habe und weiß, was das Grundthema des Lebens ist, dann kann ich mein Coaching danach ausrichten. Dann können wir gemeinsam überlegen, wohin die Reise geht. In der Regel arbeite ich dann mit den Klienten ein halbes Jahr oder noch länger zusammen und dann immer auch verschiedene Slots dazwischen habe, wo ich sage: Hey und jetzt geh mal ins üben und schau mal, wie Du die Dinge die wir besprochen haben, auch wirklich umsetzen kannst.

Das man sich dann immer wieder einmal im Monat bis alle 1,5 Monate trifft, um dann nochmal die Fortschritte durchzugehen und zu gucken: ,, Ah ok da stehen wir jetzt, interessant, ok gucken wir nochmal zurück.. Was hast Du nochmal die 1,5 Monate geschafft!? Krass, halte es Dir vor Augen'' Das man mit so Erfolgserlebnissen, dann auch arbeitet. Meine Arbeit ist sehr stark an der positiven Psychologie orientiert. Ich suche nicht nach blinden Flecken, sondern ich konzentriere mich ganz stark auf die Stärken.

Ganz im Sinne Stärken stärken und nicht wir schauen jetzt ganz tief in die Kindheit rein und schauen woran könnte es denn liegen. Es ist keine Psychotherapie, es ist auf das Hier und Jetzt bezogen und auf die Zukunft bezogen und ich mag es nicht wenn zu viele Schlüsse auf der Kindheit sind.

Ich verstehe das aus Entwicklungspsychologischen Gründen, das man immer wieder darauf zurückgehen muss, aber es ist nicht die Art wie ich arbeite.

Ich bin der vollen Überzeugung, dadurch das ich weiß das unser Gehirn so plastisch ist, das wir Veränderungen hervorrufen können! Es hat einfach alles sehr, sehr viel mit dem Willen zu tun. Deswegen arbeite ich auch gerne mit Menschen zusammen, die wirklich auch Veränderungen wollen, auf Ihre Art und Weise... es kann natürlich stocken, dass ist gar kein Problem, deswegen gibt es mich ja, da kann ich Impulsgeber sein, aber ich arbeite nicht gerne gegen Windmühlen. Das ist das was ich in der freien Wirtschaft erfahren durfte, dass man auf kein Verständnis und keine Motivation trifft.

Bei der Souldance Masterclass habe ich feste Module.

Insgesamt sind es 6 Module mit inhaltlichem Input und Inspiration, sowie Material zu Studien und pro Modul gibt es drei Tanz-Videos mit Erklärungen.

Die Teilnehmer erhalten einmal in der Woche einen moderierten Gruppen-Austausch-Call, sowie ein exklusives Einzel-Coaching von 45 Minuten. Dazu gibt es ein Journal mit Reflexionsfragen, immer passend zu den Modulen, sowie exklusive wöchentliche Meditationen.

Modul 1 geht über den Perspektiv-Wechsel: Wie betrachte ich mein Leben gerade? Wo gibt es Einflüsse von Innen und außen?

Im 2. Modul geht es darum sein Potenzial zu sehen: Was denke ich über mich? Was denken andere über mich?

In Modul 3 geht es um die Selbst-Identifikation: Wofür will ich stehen? Wer bin ich wirklich?

Im 4. Modul geht es um den Seelen-Heil: Was/Wer sind meine Energieräuber? Wofür sind Emotionen gut?

In Modul 5 geht es um Mut-Willig: Was heißt für mich Mut? Wie kann ich an meinen Zielen für mein Leben dran bleiben?

Und im 6. Modul '' Liebe füllend'' geht es um: Welche Rituale helfen mir in meiner Selbstliebe? Was kann ich mir und anderen wirklich Gutes tun?

In diesen Modulen gebe ich immer wieder Challenges als Hausaufgabe auf, oder Reflexionsfragen, sowie Biografien zu Lesen als Inspiration. Ich bin überzeugt vom Erlebbaren lernen, deshalb gibt es den Tanz bei Souldance mit dazu und das der Tanz in eine Geschichte gepackt wird und mit den Elementen arbeite ich ganz stark im Tanz und gebe Sie als Impuls mit rein, damit Frau es einfacher hat sich auszuprobieren.

Dabei hat jeder seine eigene Musik und wählt diese bewusst aus und dementsprechend auch bewusst seinen Tanz kreiert. Durch diesen Prozess des kreativ Werdens erschaffe ich dieses erlebbare lernen.

Wie schaffst Du es dich emotional nicht zu sehr von den Geschichten deiner Klienten beeinflussen zu lassen?

Dadurch das es ja keine Psychotherapie ist, Gott sei Dank nicht, gehen wir da nicht so tief rein. Trotzdem lässt es mich nicht kalt. Vor allem nicht, wenn ich Menschen gefühlt nicht weiterhelfen kann, weil der Wille von meinem Gegenüber es nicht zulässt. Aber ich nehme mich dann auch zurück und schaffe mir in meinem Alltag Ruheinseln, um selbst bei mir zu bleiben, zu sagen es ist nicht mein Problem. Und vor allem kann ich als Coach nicht die Welt retten, das weiß ich, da bin ich Realist genug und ich kann Menschen auch nicht verändern- ich kann nur Impulsgeber sein, so dass sich Menschen selbst verändern. Und dann freue ich mich mit Ihnen! Die meisten Kunden wissen auch schon wo die Reise hingeht, Sie brauchen einfach noch eine Bestätigung und einen Impuls von außen und den kann ich Ihnen dann gerne geben, wenn ich das Gefühl habe, dass es stimmig ist.

Wie bringst Du jemanden in diese Akzeptanz und Selbstliebe, wenn sich jemand noch nie mit solchen Themen beschäftigt hat und es schnell als eingebildet abtut?

Dadurch das ich auch meine NLP-Ausbildung habe, fange ich an Menschen genau zu beobachten und zu hören. Wie derjenige zu sich selbst spricht und zu anderen.

Durch die Sprache sehe ich dann schon ein paar Muster. Die Sprache ist der Spiegel nach außen, wie Du denkst. Das spiegel ich meinen Kunden dann zunächst auch zurück, also Arbeite da mit Spiegelneuronenaktivierung. Da bin ich auch absolut ehrlich und weise Sie auf Ihre Wortwahl hin und zeige Ihnen bessere Alternativen auf. Dazu stelle ich ganz viele Fragen, Im sinne von: was wäre denn, wenn... und wende viel die Szenariotechnik an: Jetzt stell dir doch mal vor...

Dadurch schaffe ich es in kleinen Schritten diese negative Spirale ein bisschen größer zu machen und den Winkel der Betrachtungsweise ein bisschen zu verändern.

Man ist nach der Masterclass vielleicht nicht 100% aus der Spirale draussen, aber das ist auch eine Lebensaufgabe. Das schafft man nicht in 3 Monaten, das darf man auch noch in ein paar Jahren für sich selbst lernen. Jeder darf sich so die Zeit dafür geben, wie er Sie braucht.

Arbeitest du persönlich noch für Dich an Dir und deiner Selbstliebe? Und kannst du da auch deine eigenen Tools verwenden?

Absolut! Gerade weil ich die Tools und Techniken so gut kenne funktionieren Sie dann so gut. Alles was ich durch mein Studium weiß kann ich nicht nur in meiner Arbeit anwenden, sondern vor allem für mich selbst. Alles was ich über die Neurologie gelernt habe, alles was ich über Biopsychologie und Sozialpsychologie weiß, kann ich auch für mich anwende. Alles was ich lehre und sage ist von mir selbst erlebt. Sonst könnte ich gar nicht so gut damit arbeiten. Aktuell befasse ich mich sehr stark mit dem Thema Weiblichkeit und Sexualität, weil ich immer wieder merke das Souldance dahingehend noch mehr werden darf. Gerade in den Retreats beschäftigen wir uns ganz stark mit diesen Themen. In Souldance sind die Themen noch nicht so stark ausgeprägt, weil ich dafür einen vertrauten Rahmen schaffen möchte und das geht nur wenn ich die Leute vor mir sitzen habe. Mir geht es darum das sich jeder die Welt so schafft wie Sie ihm gefällt, auch das man sich Beziehungen so definiert wie man es möchte, ohne sich von Konventionen und Dogmen einschränken zu lassen. Wir Frauen sind auch geschichtlich nunmal geprägt und wollen es anderen Leuten immer alles irgendwie recht machen.

Aber man sollte sich auch mit sich selbst beschäftigen und auseinander setzen und definieren: Wie möchte ich als Frau sein... Und diese Tricks nutze ich natürlich für mich selbst auch. Ich fühle mich nackt manchmal viel freier und besser als mit Klamotten, weil ich mir denke, dass Sie mich irgendwo total einschränken. Auch das ist ein Körpergefühl was ich erleben darf und das obwohl ich als Kind missbraucht wurde. Jeder kann sich selbst lieben lernen!

Wie viel macht für dich Dankbarkeit und Freude/Glück aus im Bezug auf Selbstliebe?

Dankbarkeit ist für mich definitiv auch der Grundstein auf dem Weg zur Selbstliebe.

Aber bei mir ist es ganz stark die Verbundenheit mit der Natur. Um mir Kraft zu holen, innere Stärke gehe ich in den Wald und umarme Bäume, klingt blöd ist aber so.

Weil ich dann wieder komplett connected bin und für mich selbst aufatmen kann.

der Baum steht da schon hunderte Jahre und alles was ich gerade an Sorgen haben wird vorüber gehen. Mittlerweile habe ich so ein tiefes Vertrauen ins Leben. Ich glaube Leben ist zum leben da und alles was passiert ist immer zu deinem Besten. Gerade durch die Hindernisse in meinem Leben und durch die Selbstbeschränkung die ich lange hinter mir habe.. dadurch habe ich ja erst gelernt in diese tiefe Dankbarkeit und das Urvertrauen rein zu kommen und zu sagen: Hey alles ist gut.

Da hilft es mir natürlich auch selbst zu tanzen. Wenn es mir schlecht geht, packe ich mir meine Kopfhörer auf die Ohren, stelle die Möbel an die Wand, sage meinem Mann Bescheid, dass er mal nicht rein kommen darf und dann gehts los. Dann lasse ich auch alle Emotionen in mir raus auch beim Laufen gehen ist das bei mir so, in dieser körperlichen Ertüchtigung merke ich plötzlich wie ich auch Emotionen rauslassen darf. Dann kommt es auch mal vor, dass ich laufen gehe und eine Runde schreie. Aber dann ist das so und dann befreit mich das. Emotionen essen raus, wenn Sie nicht raus kommen schmoren Sie dahin, dann führt es zu Alkohol oder anderem und alles wird benebelt.

Aber es gab auch Zeiten wo ich mich gar nicht annehmen konnte und die Bestätigung bei anderen Männern gesucht habe. Da habe ich immer geglaubt, dass wenn ein anderer Kerl mir sagt das ich hübsch bin, darf ich das glauben, aber ich kam nicht selber darauf.

Aber mittlerweile geht das sehr gut, mich selbst zu lieben, zu berühren und mir selbst zu sagen wie gut und hübsch ich bin.

Meiner Meinung nach ist es auch genau das was die Welt braucht: mehr Selbstliebe! Dann wüssten wir was wir wirklich im Leben wollen und würden uns alle achten und wertschätzen.

Ich finde das Leben ist ein nie endender Prozess und so ist es auch mit der Selbstliebe. Wie vermittelst Du deinen Klienten das es immer weiter gehen sollte, auch nach dem Coaching ?

Ich sage Ihnen als erstens, dass ich immer noch für Sie da bin und Sie von einem unglaublichen Gruppenzusammenhalt profitieren, auch nach dem Coaching.

Meiner Meinung nach braucht es viel mehr Empowerment, wir laufen viel zu sehr mit Ellenbogen durch die Gegend, weil wir diese männliche Energie angenommen haben. Aber es darf weiblicher werden, es darf verletzlicher werden...

Diese Frauenbewegung der 70er Jahre ist meiner Meinung nach etwas schief gelaufen, wir müssen nicht so stark sein wie die Männer. Wir dürfen uns gegenseitig unterstützen und unsere Emotionen zeigen. Diesen lebenslangen Prozess betone ich immer wieder mit dem liebevoll zu sich selbst sein. Du kannst immer liebevoll zu dir selbst sein, auch ohne Dich selbst zu lieben... Fake it until you make it! ... Versuchs doch erstmal! Probiere es doch mal aus, gehe in die Emotion rein, dich liebevoll zu behandeln, dich zu lieben und schau was es mit Dir macht... Dann kannst Du doch immer noch sagen, dass Du das nicht machen willst. Dieses liebevoll mit sich umgehen und nicht gegen sich zu abreiten, dass ist das was ich immer wieder ''predige'' .

Es geht immer um das eine, diese Stimme in deinem Kopf die ganz viele doofe Dinge auch zu Dir selbst sagt und solange Du nicht mit dieser Stimme im Frieden bist kannst Du auch keine Selbstliebe empfinden. Dann kann es auch helfen der Stimme einen Namen zu geben und zu sagen: ,, Also Klaus jetzt hör mal bitte auf, danke das Du mir diese wundervollen Sachen an den Kopf wirfst, aber ich darf jetzt auch mal an dieser Stelle sagen Nein halte die Klappe!'' Wie mit dem inneren Kind mit dem man heilsam umgehen sollte, so ist es auch mit der Stimme in deinem Kopf.

Wie gehst du damit um, wenn Familie und Freunde sehr negativ eingestellt sind und Du sie nicht öffnen kannst für mehr Liebe für Sich und Sie es nicht verstehen, dass Du selbstständig sein willst, du aber auch nicht diese negativen Emotionen bei Dir oder für Dich haben möchtest? Wie grenzt Du ich von negativem ab, wo es vielleicht von der Familie ja eher schwer ist?

Keiner in meiner Familie war begeistert von meiner Selbstständigkeit, aber es gab auch positive Überraschungen von Menschen die es sehr gut fanden und mich unterstützt haben. Aber natürlich auch Leute die es gar nicht gut fanden, auf Facebook gab es auch mal einen Shitstorm, weil ich dort auch über Selbstliebe gesprochen habe.

Aber ich habe gelernt mich selbst abzugrenzen und zwar auch von der Familie, von Personen aus der Familie die immer noch ein Bild von mir haben, was ich nicht mehr bin.

Und ich treffe mich maximal 2-3 mal im Jahr mit diesen Menschen und dann auch nie so, dass ich da übernachten würde, sondern ich komme immer wieder nachhause.

Das ist mir auch extrem wichtig, dass ich immer weiß, da ist meine Base, da komme ich immer wieder hin und da kann ich ich sein. Da kann ich meinen Emotionen freien Lauf lassen. Dann brauche ich auch mal eine Erholungsphase für mich danach, wenn ich wieder mit diesen ganzen ''Mindfucks'' konfrontiert war. Man stelle sich ein Proton vor, was beschossen wird von negativer Energie, das wird auch negativer und muss regenerieren. Daher plane ich mir schon vorher Zeit ein, wenn ich weiß dass ich mit diesen Personen wieder Zeit verbringe, dass ich da wieder Regenerationszeit für mich brauche. Das kann sein das ich ein Tag einfach gar nichts mache. Oder selbst Journale und meine Emotionen runterschreibe und schaue es mir dann nach einer Zeit nochmal an und reflektiere nochmal alles. Da gehe ich schon sehr achtsam mit mir um. Auch wenn mich sowas natürlich ärgert, dass ich Energieräuber in meinem Leben habe.

Klar kann ich mich von Freunden abgrenzen, aber bei der Familie ist es ja oft nochmal anders, da geht man dann eher mal 2-3 mal im Jahr hin und dann ist gut. Aber zu meinen Eltern zum Beispiel habe ich gar keinen Kontakt mehr.

Das erfordert Mut sich aus dem Umfeld zu entfernen, aber letztendlich bedeutet es einfach Seelenheil und Selbstfürsorge, die man da für sich betreibt.

Wie gehst Du dabei mit anderen um? Kommunizierst Du da liebevoll aber deutlich, dass Du da diesen Abstand möchtest oder ziehst Du dich unauffällig zurück?

Ich muss sagen im Familienkontext ist es schwer und ich würde sagen situationsbedingt.

Ich darf mir immer wieder die Rolle in dem System in dem ich mich befinde klar werden lassen, um zu verstehen ob ich die richtige Person bin der Person Tipps zu geben einen bestimmten Weg zu gehen. In der Familie ist es oftmals nicht der Fall, da redet man lieber über das Wetter und Smalltalk, als mich da mit mehr reinzubringen.

Da betrachte ich das System in dem ich mich befinde immer aus der Vogelperspektive und Handel und entscheide dann.

Es gibt ja auch den abstrusen Glaubenssatz: Ich bin so hart, damit mich niemand verletzen kann.

Was aber vollkommen der falsche Weg ist, denn Du bist nie alleine und immer in einer Form sozial abhängig von irgendwem, dann kann dieser Glaubenssatz überhaupt nicht funktionieren.

Das kann ich sagen und erklären, aber ob es Verstanden werden und umgesetzt werden will entscheidet immer die andere Person.

Da sage ich mir immer diesen Satz:,, dein Problem, deine Lösung!''

Auch bei Klienten: es ist dein Problem und ich mache es nicht zu meinem! Ich helfe dir gerne, aber ich mache es nicht zu meinem Problem!

Da kann ich mittlerweile sehr klare Linien gehen und mich liebevoll von abgrenzen.

Auch wenn man mich und meine Selbstständigkeit stark anzweifelt und kritisiert..

Ich bedanke mich für Ratschläge und deren Glaubenssätze, aber werde das nicht zu meinem machen und glaube an meinen Weg, mein Wissen und an mich.

Das Nein zu einer anderen Person, ist das Ja zu mir selbst!

Dieser Satz spielt ja überall eine Rolle, sei es beruflich, familiär, bei Freunden oder auch in der Sexualität. Ich darf ich sein und meine Wahrheit leben!

Trotzdem ist es wichtig sich nicht zu sehr von Menschen zu entfernen, welche nicht in der Selbstliebe und Persönlichkeitsentwicklung drin sind und da auch auf Sie zuzugehen, aber ich muss mich emotional nicht davon beeinflussen lassen. Ich sehe in jedem das Göttliche und schenke jedem Nächstenliebe, aus altruistischer Sicht, aber lasse meins meins sein und deins deins sein. Du bist zu viel mehr fähig als Du glaubst zu wissen, dass sehe ich in dir und das darf ich dir widerspiegeln!

Ich ziehe mir aber nicht die Schuhe von anderen Menschen an, um mich zu schützen und meine Energien zu bewahren.

Wenn Ihr jetzt noch mehr Wissen wollt schaut gerne mal auf der Webseite von Jasmin vorbei:

http://jasminmethner.de

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Alles Liebe

Eure Linda



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